Hardware - Bildschirme vom alten Röhrenbildschirm zum modernen
LCD-Bildschirm
Wenn
man sich an einen Personal-Computer setzt, dann nimmt man eigentlich
die vorgefundenen Gegebenheiten wie selbstverständlich hin.
Man sitzt an einem PC-Arbeitsplatz und alles das was man sieht,
ist PC-Hardware. Es gibt den eigentlichen Rechner, dazu dann Hardware-Eingabegeräte
wie die Maus, die Tastatur oder auch der Scanner und dann die Hardware-Ausgabegeräte
wie das Fax-Gerät, der Drucker und natürlich der Monitor.
Während sich viele der Hardware-Komponenten in den vergangenen
20 Jahren baulich so gut wie nicht verändert haben, hat scheinbar
der Monitor eine Radikalkur vollzogen. Der Monitor ist vom großen
klobigen Kasten zu einer schmalen ansehnlichen und platzsparenden
Anzeigegerät mutiert. Aber warum ist das so und warum gibt
es so viele unterschiedlich PC-Bildschirme und Monitore?
Den großen klobigen Monitor den Sie vielleicht noch in Erinnerung
haben, nennt oder nannte sich Röhrenbildschirm oder auch Kathodenstrahlröhrenbildschirm.
Dieser Monitor besitzt, ähnlich wie die alten Fernsehgeräte,
eine Bildröhre und deshalb ist das "Ding" auch so schwer
und klobig. Derartige Monitore sind zwar klobig und durch Implosionsgefahr
auch nicht ganz ungefährlich, doch eigentlich doch sehr robust,
funktionsstabil und langlebig; dazu gar nicht mal so teuer. Immerhin
haben derartige Anzeigegeräte bereits 50 Jahre ihren Dienst verrichtet
und immer noch gibt es Haushalte, die diese Monitore an ihren PC angeschlossen
haben.
Sieht man einmal von der Wuchtigkeit dieses Gerätes ab, gibt
es eigentlich keinen großartigen Grund, sich von einem Kathodenstrahlröhrenbildschirm
zu trennen. Doch die technische Entwicklung ändert Geräte
und die äußeren Rahmenbedingungen immer schneller und
so kommt man nicht umhin, sich letztlich von dem klobigen Monitor
zu trennen. Unbestritten ist die Platzeinsparung durch einen flachen
Bildschirm; der gewichtigere Grund sich von dem alten Gerät
zu trennen ist allerdings die Tatsache, dass es immer schwieriger
wird, den geliebten Kasten reparieren zu lassen und viel schlimmer
noch, ihn zu entsorgen.
Als Alternative bieten sich heute Flachbildschirme mit formschöner
Gestaltung und verschiedenen Größen. "LCD-Bildschirm"
liest man dann, oder auch "TFT-Bildschirm", "Plasma-Bildschirm"
und dann gibt es noch "OLED". Wo aber bitte ist der Unterschied
und warum muss es unbedingt gleich vier verschiedene Techniken geben?
- Keine Sorge! - Wir geben Ihnen mit dieser Webseite eine einfache
und kurze Erklärung.
Wirklich zu merken brauchen Sie sich eigentlich nur "LCD-Bildschirm"
und "Plasmabildschirm", bei "TFT" oder "OLED"
handelt es sich lediglich um erweiterte Technologien von einem LCD
- Bildschirm. Bei allen Technologien erhalten Sie heute Flachbildschirme,
man kann sie einsetzen für normale Monitore oder auch für
mobile Endgeräte wie Laptops; bestimmte Technologien auch für
Handys oder auch MP3-Player.
Der wesentliche Unterschied zwischen einem LCD-Bildschirm und einem
Plasmabildschirm ist die grundlegend unterschiedliche Technologie
zur Darstellung der Inhalte. Während bei einem LCD-Bildschirm
mit Flüssigkristallen gearbeitet wird, deren Kristalle sich
durch Anlegen von Stromspannung ausrichten, arbeitet ein Plasmabildschirm
mit Gas und Leuchtstoffen, die für die Darstellung der Inhalte
verantwortlich sind.
Im ursprünglichen LCD-Bildschirm gibt es pro Bildpunkt drei
LED-Anzeigen, die die Farben entsprechend darstellen können.
Anstatt der LED-Leuchten kann man auch hinter jedem Bildpunkt drei
Transistoren setzen und dann wäre dieser LCD-Bildschirm zu
einem TFT-Bildschirm mutiert. Die Darstellungsweise ist dann vom
Grundsatz identisch. Die OLED-Technologie ist in etwa mit der LED-Technologie
identisch nur mit dem Unterschied, dass die LED-Dioden aus anorganischem
Material hergestellt werden und die OLED-Dioden aus organischem
Material. Allerdings ist die OLED-Technologie noch nicht ganz ausgereift,
nicht so langlebig und Fehler- und Störanfällig.
Bei einem Plasmabildschirm wird das Farbbild mittels Gas und Leuchtstoffen
realisiert. Im Bereich PC-Monitore findet man derartige Bildschirme
eigentlich weniger, weil sie von ihrer Bauart her mehr für
größere Bildschirme ausgelegt sind, man sagt mindestens
37 Zoll Bildschirmdiagonale, also gut 94 Zentimeter in der Breite.
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